20.12.2010
Die von der FDP-Fraktion in Bad Honnef favorisierte Verbundschule kam im Sommer 2010 aufgrund fehlender Anmeldezahlen nicht zustande. Eine Ausnahmengenehmigung wurde vom Land nicht erteilt.
Herr Behlau, Schulleiter der Konrad-Adenauer-Schule stellte als Alternative das Konzept einer profilierten Hauptschule vor. Es beinhaltet ein wohnortnahes und differenziertes
Bildungsangebot, das den Schülern unterschiedlich qualifizierte Abschlüsse ermöglichen soll.
Dieses Konzept trägt der Nachfrage der Eltern Rechnung, da die kirchlichen und privaten Schulen in Bad Honnef dieses Angebot nicht in ausreichendem Maße anbieten können.
Seit Herbst 2010 hat die rot-grüne Landesregierung die so genannte Gemeinschaftsschule als Modellversuch eingerichtet. Diese Schulform wurde allerdings nicht gesetzlich verankert. Ziel der Landesregierung ist aus Sicht der FDP-Fraktion offensichtlich, durch die Hintertür den Weg in die Gesamtschule zu ebnen. Die Liberalen kritisieren insbesondere die fehlende Differenzierung im Schulangebot und die Bevorzugung der Schulform zu Lasten der Schulen des gegliederten Schulsystems.
Die Konrad-Adenauer-Schule, KASch, möchte mit ihrem engagierten Lehrerteam unter der Leitung von Herrn Behlau, an dem Modellprojekt teilnehmen.
Aufgrund der speziellen Situation in Bad Honnef unterstützt die FDP-Fraktion den eingeschlagenen Weg der KASch unter der Voraussetzung einer Elternbefragung und der Einholung der Stellungnahmen der weiterführenden Schulen zu diesem Modellprojekt.
Die Hochrechnung der Elternbefragung im Dezember 2010 lässt allerdings noch keine eindeutigen Schlüsse zu, ob sich genügend Eltern für die Anmeldung ihrer Kinder an einer Gemeinschaftsschule entscheiden.
Konrad Adenauer Schule, Bad Honnef
In der Ausschusssitzung begründet Martina Ihrig, stellv. Fraktionsvorsitzende der FDP, ihre Zustimmung zu dem Modellversuch in Bad Honnef wie folgt: „Die zurückgehenden Schülerzahlen zwingen uns regional zu kreativem Handeln. Wir stimmen daher dem Modellversuch zur Gemeinschaftsschule zu, da damit einhergehend auch gleichzeitig der Bedarf der Eltern nach einer Ganztagesbetreuung befriedigt wird. Zurzeit gehen einige Honnefer Schüler auf die Regionalschule in Unkel, die bereits die Kombination aus Haupt- und Realschule bietet. Diesen Schülern können wir über die Gemeinschaftsschule wieder ein wohnortnahes Angebot machen.
Wir stimmen jedoch nur dann zu, wenn die Kooperation mit dem Siebengebirgsgymnasium zur Übernahme der qualifizierten Schüler in die Oberstufe (Sekundarstufe 2) gewährleistet ist. Die Existenz der anderen weiterführenden Schulen darf darüber hinaus nicht gefährdet werden. Daher ist es gut, dass diese Schulen nach persönlicher Rücksprache hierfür keine Gefahr sehen.“ Martina Ihrig macht aber auch klar: „Eine Einheitsschule, das heißt eine Erweiterung zur Gesamtschule mit Sekundarstufe II wird es in Bad Honnef mit der FDP auch in Zukunft nicht geben. Wir werden dafür Sorge tragen, dass in unterschiedlichen Schulformen, insbesondere in eigenständigen Gymnasien der individuellen Förderung der Schüler Rechnung getragen wird.“
Ob die Gemeinschaftsschule in Bad Honnef umgesetzt werden kann, werden nun die Eltern entscheiden, die ihre Kinder für diese Schulform tatsächlich anmelden. Außerdem muss die Landesregierung dem Konzept der KASch noch zustimmen.
Die FDP stimmt dem Modellversuch unter bestimmten Prämissen zu
FDP in Bad Honnef: Elternwille soll über Gemeinschaftsschule entscheidenDie Schulsituation ist seit dem Beschluss der Realschule St. Josef, nur noch zweizügigen Unterricht anzubieten, ein permanentes Dauerthema in Bad Honnef:
Die von der FDP-Fraktion in Bad Honnef favorisierte Verbundschule kam im Sommer 2010 aufgrund fehlender Anmeldezahlen nicht zustande. Eine Ausnahmengenehmigung wurde vom Land nicht erteilt.
Herr Behlau, Schulleiter der Konrad-Adenauer-Schule stellte als Alternative das Konzept einer profilierten Hauptschule vor. Es beinhaltet ein wohnortnahes und differenziertes
Bildungsangebot, das den Schülern unterschiedlich qualifizierte Abschlüsse ermöglichen soll. Dieses Konzept trägt der Nachfrage der Eltern Rechnung, da die kirchlichen und privaten Schulen in Bad Honnef dieses Angebot nicht in ausreichendem Maße anbieten können.
Seit Herbst 2010 hat die rot-grüne Landesregierung die so genannte Gemeinschaftsschule als Modellversuch eingerichtet. Diese Schulform wurde allerdings nicht gesetzlich verankert. Ziel der Landesregierung ist aus Sicht der FDP-Fraktion offensichtlich, durch die Hintertür den Weg in die Gesamtschule zu ebnen. Die Liberalen kritisieren insbesondere die fehlende Differenzierung im Schulangebot und die Bevorzugung der Schulform zu Lasten der Schulen des gegliederten Schulsystems.
Die Konrad-Adenauer-Schule, KASch, möchte mit ihrem engagierten Lehrerteam unter der Leitung von Herrn Behlau, an dem Modellprojekt teilnehmen.
Aufgrund der speziellen Situation in Bad Honnef unterstützt die FDP-Fraktion den eingeschlagenen Weg der KASch unter der Voraussetzung einer Elternbefragung und der Einholung der Stellungnahmen der weiterführenden Schulen zu diesem Modellprojekt.
Die Hochrechnung der Elternbefragung im Dezember 2010 lässt allerdings noch keine eindeutigen Schlüsse zu, ob sich genügend Eltern für die Anmeldung ihrer Kinder an einer Gemeinschaftsschule entscheiden.
Konrad Adenauer Schule, Bad Honnef
In der Ausschusssitzung begründet Martina Ihrig, stellv. Fraktionsvorsitzende der FDP, ihre Zustimmung zu dem Modellversuch in Bad Honnef wie folgt: „Die zurückgehenden Schülerzahlen zwingen uns regional zu kreativem Handeln. Wir stimmen daher dem Modellversuch zur Gemeinschaftsschule zu, da damit einhergehend auch gleichzeitig der Bedarf der Eltern nach einer Ganztagesbetreuung befriedigt wird. Zurzeit gehen einige Honnefer Schüler auf die Regionalschule in Unkel, die bereits die Kombination aus Haupt- und Realschule bietet. Diesen Schülern können wir über die Gemeinschaftsschule wieder ein wohnortnahes Angebot machen.
Wir stimmen jedoch nur dann zu, wenn die Kooperation mit dem Siebengebirgsgymnasium zur Übernahme der qualifizierten Schüler in die Oberstufe (Sekundarstufe 2) gewährleistet ist. Die Existenz der anderen weiterführenden Schulen darf darüber hinaus nicht gefährdet werden. Daher ist es gut, dass diese Schulen nach persönlicher Rücksprache hierfür keine Gefahr sehen.“ Martina Ihrig macht aber auch klar: „Eine Einheitsschule, das heißt eine Erweiterung zur Gesamtschule mit Sekundarstufe II wird es in Bad Honnef mit der FDP auch in Zukunft nicht geben. Wir werden dafür Sorge tragen, dass in unterschiedlichen Schulformen, insbesondere in eigenständigen Gymnasien der individuellen Förderung der Schüler Rechnung getragen wird.“
Ob die Gemeinschaftsschule in Bad Honnef umgesetzt werden kann, werden nun die Eltern entscheiden, die ihre Kinder für diese Schulform tatsächlich anmelden. Außerdem muss die Landesregierung dem Konzept der KASch noch zustimmen.